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Zu Besuch im Spanien der Römer, der Mauren und der Konquistadoren – Schüleraustausch in der Extremadura im November 2015

Von Köln über Málaga ging dieses Jahr die Anreise in die Extremadura zum traditionellen Schüleraustausch zwischen Schülerinnen und Schülern der HöHa und des WG des Nell-Breuning Berufskollegs und dem IES San José in Villanueva de la Serena.

Der längere Flughafentransfer wurde durch einen Aufenthalt in der historisch bedeutsamen andalusischen Stadt Córdoba, einst Hauptstadt des Kalifats, ausgeglichen. Der Besuch der dortigen Kathedrale, eine der größten ehemaligen Moscheen weltweit, war eines der beeindruckenden Highlights der Reise, bevor die 16 Mann und Frau starke Truppe unter der Leitung von Herrn Saulheimer und Frau Schoolmann-Dogan dann abends glücklich bei den Gastgebern ankam und herzlich aufgenommen wurde. Im Vorfeld bereits hatten die Schülerinnen und Schüler schon in regem Kontakt gestanden, die deutschen einen „Extremadura-Guide“ mit praktischen Informationen zu diversen Orten, Kultur und Wirtschaft sowie Sprach- und Reflexionsbögen entworfen.
Nach einem Willkommensfrühstück in der Schule wurde die Gruppe im Rathaus von Villanueva empfangen und lernte anschließend die rund 26000 Einwohner große Stadt kennen.
Weiter auf den Spuren der ereignisreichen spanischen Geschichte ging es zunächst nach Mérida, der aktuellen Hauptstadt der Autonomen Region Extremadura und ehemaligen Römerhauptstadt Augusta Emerita der Provinz Lusitanien. Eine Stadtrallye stieß die Teilnehmer auf die mitten in der Stadt integrierten Erinnerungen wie Triumphbögen, Tempel, originale Römerstraßen und mehr, bevor in einem zweiten Teil die (vergleichbar) gut erhaltenen Theater und Amphitheater erkundet wurden.
Am Freitag fuhren Deutsche und Spanier gemeinsam gen Norden in den Nationalpark Monfragüe. Eine Wanderung und der Anstieg bis zur dortigen Burgruine mit einer imposanten Aussicht taten nach den vielen sich inzwischen angesammelten Kilometern in den Knochen ebenso gut wie das Picknick umgeben von Geiern aus nächster Nähe.
Gemeinsame Aktionen wie Abendessen oder Schlittschuhlaufen rundeten das Wochenende ebenso ab wie Familienbesuche, Ausflüge aufs Land, nach Trujillo, Geburtsstadt Francisco Pizarros, des „Entdeckers“ von Peru, in die Provinzhauptstadt Badajoz oder Abstecher über die Grenze nach Portugal.
Am Montag ging es dann im Rahmen einer gemeinsamen Projektarbeit zum Thema Energiegewinnung direkt weiter mit einer Betriebsbesichtigung des Serenastaudamms, des drittgrößten Europas. Beeindruckend war die Vorstellung, im Beton inmitten von unzählbaren Wassermassen zu laufen sowie die Flutung des vollen Staubeckens, auf die extra bis zur Ankunft der Gäste aus Deutschland gewartet worden war. Abends wurden schon einmal Koffer vorgepackt, da es am Dienstag zum nächsten Weltkulturerbe ging, der mittelalterlichen Stadt Cáceres, Wohnsitz von mehr als 200 Störchen. Auch diesen Ausflug gestaltete die Gruppe, die inzwischen schon längst fest zusammengeschweißt war, gemeinsam, fand neben den Besichtigungen in der gut erhaltenen Altstadt, wie dem Sternentor, den geschliffenen Wehrtürmen oder dem Palast einer Tochter des Aztekenherrschers Montezuma, auch noch Zeit zum Shoppen.
Abends hatten die Gasteltern dann noch ein Abschiedsfest organisiert, bei dem sich die deutschen Gäste mit einer kleinen Choreographie für all die Herzlichkeit und Gastfreundschaft bedankten.
Bevor es am Mittwoch nach Madrid ging, von wo aus der Rückflug angetreten werden sollte, hatten alle noch Zeit, gemeinsam Plakate und Feedback-Bögen zu erstellen, Pläne für den Gegenbesuch im Februar 2016 (und teilweise auch privat für die Sommerferien) zu schmieden, sich beieinander zu bedanken und auch ein wenig zu weinen.
Neben der Festigung der Bande auf privater Ebene wurde der diesjährige Austausch aber auch institutionell genutzt. Nachdem man nun bereits seit 2009 in gegenseitigen Schüleraustauschen ein Leonardo-Projekt zu Betriebspraktika und bereits zwei COMENIUS-Projekte durchgeführt hat, bekundeten die beiden Partner ihren festen Willen der weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit, indem sie einen zuvor zweisprachig aufgesetzten gegenseitigen Partnerschaftsvertrag unterschrieben.
„Wir arbeiten natürlich nicht deswegen zusammen, weil wir nun einen Vertrag unterschrieben haben“, sagt Patrick Saulheimer, Koordinator des Austausches am NBB. „Vielmehr ist dieser die logische Konsequenz aus einer bereits seit Jahren sehr gut funktionierenden und gelebten Partnerschaft auf verschiedenen Ebenen. Und er unterstreicht den festen Willen, in einem größer werdenden Europa nicht nur in die Breite viele Partnerschaften einzugehen, sondern auch nachhaltig Wissen um und Verständnis füreinander auf- und auszubauen.“ Zum nächsten Schuljahr sind auch Hospitationsbesuche von Lehrerinnen und Lehrern geplant.